KOK-Preis an Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin verliehen

KOK-Preis an Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin des kinderonkologischen UCT-Zentrums der Universitätsmedizin Mainz verliehen

„Ich habe meine Berufung gefunden"

Seit dem Jahr 2004 verleiht die Konferenz onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege den Pflegepreis. Im Auswahlverfahren werden Projekte, Facharbeiten und Berichte berücksichtigt, die von medizinischen Fachangestellten und Pflegekräften im Rahmen ihrer Ausbildung angefertigt werden. Maria Dittmer, die im kinderonkologischen UCT-Zentrum der Universitätsmedizin Mainz tätig ist, konnte dieses Jahr in Berlin den Preis für ihre herausragende Arbeit zum Thema „Schattenkinder in der Kinderonkologie- welche Unterstützungsmöglichkeiten bietet das stationäre Setting?“  entgegennehmen.

Im Zuge ihrer Ausbildung zur Kinderkrankenschwester lernte Dittmer die Arbeit auf der kinderonkologischen Station kennen und, wie sie selbst sagt, lieben. Für Dittmer begann durch die zahlreichen Gespräche mit den Familien krebskranker Kinder ein Lernprozess, der sie zu dem Thema ihrer Abschlussarbeit führte. „Mir fiel auf, dass es die Geschwisterkinder der Kranken waren, die fortwährend in den Hintergrund gerückt wurden. Deshalb bezeichne ich sie in meiner Arbeit als Schattenkinder“, erläutert die junge Krankenschwester. Erkrankt ein Kind schwer, stellt diese Tatsache das Familienleben auf den Kopf. Nichts ist mehr, wie es einmal war. Um vorzubeugen, dass die Geschwisterkinder unter der Trauer der Familie und unter einer fehlenden Normalität leiden, möchte Maria Dittmer durch präventive Maßnahmen einlenken. Sie erklärt: „Es sollte Broschüren und mehr Gespräche geben, um die Betroffenen schon am Anfang der Krankheit eines Kindes über die Belastung für die gesamte Familie aufzuklären“.

Einem großen Publikum konnte Dittmer ihr Herzensthema in Berlin bei der KOK-Verleihung in der Brandenburgerischen Akademie der Wissenschaften präsentieren. Zurück in Mainz freute sich mit Dittmer nicht nur das Team des kinderonkologischen Zentrums. Auch Univ.-Prof. Dr. med. Fred Zepp, Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, Angela Sauer, Pflegedienstleitung des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin sowie Univ.-Prof. Dr. med. Jörg Faber, Leiter des kinderonkologischen Zentrums des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, gratulierten herzlich. „Wir beglückwünschen Frau Dittmer zu einer äußerst gelungenen Arbeit und dem verdienten Preis. Ihr Thema gibt einen wichtigen Impuls für den Umgang mit den Familien, und insbesondere den Geschwisterkindern unserer kleinen Patienten, auch über die Grenzen unseres Zentrums hinaus“, ist sich Jörg Faber sicher. 

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