Rheingrafen-Realschule: „Helfende Hände“ für krebskranke Kinder

Projekttage vor den Sommerferien gibt es an vielen Schulen, auch an der Rheingrafen-Realschule plus in Wörrstadt. Ein buntes Angebot von Golf über Fotografie bis zur Selbstverteidigung stand den Schülern zur Auswahl. Lehrerin Sina Gillmann hat sich etwas ganz Anderes ausgedacht: Zehn Schülerinnen und Schüler der neunten Klassenstufe fuhren drei Tage lang nach Mainz und besuchten das Kinderkrebszentrum der Unimedizin. Vor Ort lernten sie das Team und die Abläufe auf der Station kennen, schnupperten in die Laborarbeit hinein und erfuhren, wie die kleinen Patienten mit Sport- und Bewegungsangeboten in ihrem Heilungsprozess unterstützt werden. Und natürlich packten die Schülerinnen und Schüler des Projektes „Helfende Hände“ auch selbst mit an: Einen Tag lang verschönerten sie die Terrasse des Kinderkrebszentrums mit Farbe und Pflanzen.

„Ich liebe es, mit Kindern zu arbeiten und etwas Soziales zu tun“, erklärt Chaima Lamdghri (2.v.l.) ihr Engagement. Mit ihrem Schulabschluss in der Tasche hätte sie bereits schulfrei gehabt, doch die 14-Jährige wollte unbedingt dabei sein – so wie auch Arjosa Hasani (li.), Niklas Loos und Jasmin Krug (re.). „Ich wollte mit den Kindern etwas Bedeutsames machen,“ beschreibt Sina Gillmann ihre Idee. Dabei war sie gar nicht sicher, ob ein Projekt mit ernstem Hintergrund bei den Schülern ankommt. Doch das Interesse der Rheingrafen-Schüler war so groß, dass die Plätze ausgelost werden mussten.

„Wir freuen uns sehr über das Engagement der Schüler. Aufklärungsarbeit beim Thema Kinder mit Krebs ist enorm wichtig. Eine Aktion wie diese hilft Berührungsängste und Vorurteile abzubauen,“ erklärt Universitätsprofessor Dr. Jörg Faber, Leiter des kinderonkologischen Zentrums und Vorstand der Kinderkrebshilfe e.V. „Neben der Vermittlung von Wissen geht es auch um soziales Handeln und einen ungezwungenen Umgang mit der Krankheit, gerade auch um Kindern nach der Therapie die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern.“

Sina Gillmann stellte den Kontakt zu Faber her, der auch Pate des Rassismus-Projektes der Schule ist. Die Verbindung zur Kinderkrebshilfe e.V. besteht zudem schon länger: 2015 veranstaltete die Rheingrafen-Realschule einen Spendenlauf zugunsten der Kinderkrebshilfe Mainz e.V. 13.000 Euro kamen damals dem Sportprojekt des Kinderkrebszentrums zugute.

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