Aufschlag gegen Krebs – Benefiz-Volleyballspiel der TGM Gonsenheim unterstützt Kinderkrebshilfe Mainz e.V

Am dritten Adventssonntag hat ein Benefizspiel der Volleyballmannschaft der TGM Gonsenheim gegen die TG Rüsselsheim zugunsten der Kinderkrebshilfe Mainz stattgefunden. Bei dem spannenden Match, das die Gonsenheimer an diesem Spieltag für sich gewinnen konnten, gab jedoch gar keinen richtigen Verlierer, denn: Alle Eintrittskarten sowie der Erlös aus Tombola, Würstchen- und Waffel-verkauf ist zu einhundert Prozent an die Kinderkrebshilfe Mainz gespendet worden.

Rolf Gäbler, 2. Vorsitzender der TGM und Initiator der Spendenaktion, ist fest davon überzeugt, dass Sport auch für krebskranke Kinder enorm wichtig ist: „Ich glaube an den Gemeinschaftsgeist, der sich durch Mannschaftssport auf alle Teammitglieder überträgt. Gerade während und nach einer Krebserkrankung ist es doch für die kleinen Patienten wichtig, dass sie wieder in eine Gruppe integriert werden und den Spaß an Bewegung wiederfinden.“  

Vor diesem Hintergrund will sich der Verein auch in Zukunft weiter für die Kinderkrebshilfe Mainz engagieren. „Im kommenden Jahr streben wir eine engere Zusammenarbeit zwischen unserem Verein und dem Projekt ‚Sport bei Kindern mit Krebs’ der Kinderkrebshilfe Mainz an, sodass die kleinen Patienten im Nachsorgeprogramm des Sportprojektes an Schnupperkursen teilnehmen und in unserem Verein mittrainieren können“, plant Gäbler.

Bewegung und Sport bei Kindern mit Krebs? Lange hielt man diese Kombination für risikoreich. Inzwischen ist jedoch wissenschaftlich nachgewiesen, dass Bewegung und Sport den Krankheitsverlauf tatsächlich beeinflussen – und zwar positiv. Auch Sandra Stössel, leitende Sportwissenschaftlerin und Doktorandin am kinderonkologischen Zentrum Mainz, ist davon überzeugt, dass Sport während der Krebstherapie die kleinen Patienten eine tolle Bereicherung ist: „In den letzten Jahren konnten wir beobachten, dass die Kinder nach einer Therapie tatsächlich weniger aktiv sind als gleichaltrige. Dem Problem wollen wir natürlich entgegenwirken, indem wir die Kinder sowohl während der Therapie als auch in der Nachsorge ganzheitlich begleiten.“ 

Die Doktorandinnen und Sportwissenschaftlerinnen Sandra Stössel und Silvia Wenzel haben ihren Arbeitsalltag voll und ganz der Bewegung verschrieben: Im Mainzer Kinderkrebszentrum gestalten sie täglich maßgeschneiderte Trainingspläne für die jungen Patienten, führen abwechslungsreiche Sporteinheiten durch, koordinieren Schnuppertrainings in der Nachsorge und sind darüber hinaus stetig um Fortschritt in der Forschung bemüht. Mit ihrer täglichen Arbeit leisten sie einen wesentlichen Beitrag dazu, dass in naher Zukunft hoffentlich jedem kleinen Patienten auf einer Kinderkrebsstation ein auf die Therapie abgestimmtes Sportprogramm angeboten und damit ein effektiverer Weg zur Heilung aufgezeigt werden kann. 

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