Zwanzig Jahre gibt es nun schon die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ – ihren Start hatte sie in Mainz. Was liegt näher, als dass Kolleg*innen des Kinderonkologischen Zentrums an der Universitätsmedizin Mainz, die täglich Kontakt zu kleinen und größeren Patient*innen haben, mitrudern und auch etwas zur Spendensumme beitragen?
Zwei Vierer-Ruderboote haben wir, die Kinderkrebshilfe Mainz e.V., für den Start finanziert. Die Gesamtsumme, die später in die Förderung der Lebensqualität von Patient*innen fließt, konnten wir damit um einen kleinen Teil erhöhen.
Unsere Kolleg*innen hatten nicht nur Spaß, sondern waren auch erfolgreich: Das Team von Jonas, Lena, Malin und Paula schaffte es ins Finale und hat in der Kategorie „Könner“ den zweiten Platz belegt. Welch eine Freude, alle strahlten auf der Bühne um die Wette. Erstaunlich war, dass dieses Team in dieser Konstellation bisher noch kein einziges Mal gemeinsam rudern konnte. Alle hatten unterschiedlichen Ruder-Background, mal eher professionell, mal eher hobbymäßig, aber es gelang, sich auf einen harmonischen und erfolgreichen Ruderschlag zu einigen. Unser zweites Team um Elias, Isabelle, Marie und Sidoni hatte ebenfalls viel Spaß. Es erreichte Platz fünf, die Herausforderer waren einfach zu stark. Besonders schön für unsere Ruder*innen war, dass eine aktuelle Patientin gekommen war, um sie lauthals anzufeuern.
Die erste Regatta „Rudern gegen Krebs“ hat die Professorin für Onkologie, Elke Jäger, 2005 in Mainz ins Leben gerufen. Damals traf sie auf viele Widerstände, denn Sport für Krebspatient*innen war zu dieser Zeit fast undenkbar. Die von Jäger gegründete „Stiftung Leben mit Krebs“ fördert die Lebensqualität von Krebspatient*innen durch die Begleitung von Therapeut*innen bei Sport-, Kunst- und Bewegungsangeboten. Sie profitiert mittlerweile von Regatten in 14 deutschen Städten.
Immer mehr Menschen rudern mit und unterstützen die gute Sache. Allein in Mainz sind dieses Jahr 70 Boote gestartet. Darunter auch Boote mit Patient*innen, die es bis ins Halbfinale geschafft haben. Die Ruder*innen sind nicht nur über ihren Erfolg glücklich, sondern auch über ihre gemeinsame Bewegung an der frischen Luft und darüber, auch während oder nach der Krebstherapie mitrudern und etwas Gutes für Körper und Geist tun zu können.





