Weltkrebstag am 4. Februar: „Gemeinsam einzigartig“

Keine Krebserkrankung verläuft genau gleich. Die Geschichten und Erfahrungen von Betroffenen sind individuell – und dennoch sind alle, die an Krebs erkrankt sind oder waren, durch die Diagnose miteinander verbunden. Das Motto des Weltkrebstags 2026 der UICC (Union for International Cancer Control) lautet „Gemeinsam einzigartig“ bzw. „United by Unique“.

Auch wir von der Kinderkrebshilfe Mainz wollen zum Weltkrebstag laut werden – für alle Patient*innen, die gegen Krebs kämpfen, und insbesondere für die Kinder und Jugendlichen unter ihnen. Auch bei Kindern gilt: Die Geschichten der kleinen Patient*innen sind individuell. Aber trifft die Krankheit ein Kind, verändert das unweigerlich das Leben der gesamten Familie. Von heute auf morgen bestimmen Therapiepläne und Krankenhausaufenthalte den Alltag. Sorgen und Ängste, aber auch die Hoffnung auf Heilung werden zu steten Begleitern. Wie Familien und betroffene Kinder mit der Diagnose umgehen, ist von Fall zu Fall verschieden.

Sie müssen diesen beschwerlichen Weg letztlich als Familie gemeinsam gehen – wir können ihnen diesen Weg nicht abnehmen, aber wir alle können dazu beitragen, sie zu unterstützen. Deshalb investieren wir von der Kinderkrebshilfe Mainz in die Finanzierung von zusätzlichem medizinischem Personal am Kinderonkologischen Zentrum in Mainz – damit Familien eine noch bessere Versorgung und Betreuung erhalten. Deshalb bauen wir die psychosoziale Versorgung weiter aus und legen den Fokus auf Gruppenangebote für die ganze Familie – insbesondere auch in der Erhaltungs- und Nachsorgezeit. Denn der Austausch mit anderen Betroffenen kann helfen, das Erlebte besser zu verarbeiten und sich weniger allein zu fühlen.

Mit unserem Projekt „Schwierige Zeiten gemeinsam meistern“ setzen wir hier an: zum Beispiel im Rahmen von Kinder- und Jugendtreffs für kleinere und größere Betroffene, Ausflügen für die ganze Familie oder auch Angeboten für Geschwisterkinder – denn auch ihr Leben wird durch die Diagnose auf den Kopf gestellt. Und wir unterstützen Forschungsprojekte, die darauf abzielen, besonders schwer behandelbare Krebserkrankungen gezielter und individueller zu bekämpfen – zum Beispiel mit immuntherapeutischen Ansätzen.

Es ist wichtig, die Geschichten von Betroffenen zu erzählen und der Krankheit ein Gesicht zu geben – denn es sind reale Familien, die jährlich mit der Diagnose konfrontiert werden, und echte Kinder, die diesen schweren Weg gehen müssen. Und es ist ebenso wichtig zu zeigen, dass diese Geschichten ganz individuell sind. Sie öffnen Mitmenschen die Augen und schaffen Aufmerksamkeit für all jene Familien, die diesen Weg gehen. Denn (Kinder-)Krebs geht uns alle an – und wir können alle mithelfen: indem wir Solidarität zeigen, über Krebs informieren, Beiträge in sozialen Medien teilen oder spenden.

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