„Kickin‘ Cancer – every move counts“: Internationales Sportfest gegen Kinderkrebs versammelt über 500 Menschen in Mainz
Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft standen am Samstag, den 18. April, im Fokus von „Kickin’ Cancer – every move counts“. Der internationale Sporttag gegen Kinderkrebs fand im Theresianum Mainz statt und brachte mehr als 500 Menschen zusammen. Die Veranstaltung richtete sich an krebskranke und ehemals betroffene Kinder und Jugendliche sowie ihre Angehörigen – aus Deutschland und ganz Europa.
Veranstaltet wurde der Sporttag von der Kinderkrebshilfe Mainz e.V. gemeinsam mit dem Kinderonkologischen Zentrum der Universitätsmedizin Mainz sowie dem Netzwerk ActiveOncoKids. Der Tag bildete gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Kongress den offiziellen Abschluss der FORTEe-Studie, der weltweit größten Untersuchung dazu, wie Bewegung und Sport Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene während ihrer Krebsbehandlung unterstützen können.
Ziel des Sporttags war es, betroffenen Kindern und Familien einen unbeschwerten und glücklichen Tag zu ermöglichen, über die Bedeutung von Sport und Bewegung bei Kinderkrebserkrankungen zu informieren und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. In einer geschützten und unterstützenden Umgebung konnten die Kinder verschiedene Sportarten ausprobieren, Bewegung neu erleben und gemeinsam mit ihren Familien einen Tag voller Freude, Austausch und Miteinander verbringen. Der gesamte Tag war für die Teilnehmenden kostenlos und wurde größtenteils durch Spenden sowie durch Fördermittel der EU finanziert.
Das vielfältige Programm reichte von Sportarten wie Leichtathletik, Basketball, Karate und Tanzen über die „Bum Bum Baller Box“ von Mainz 05, einen Zirkusworkshop und einen Trettraktor-Parcours bis hin zu Therapiehunden, Kinderschminken und Bastel- und Leseecken. Ergänzt wurde das Angebot durch Informationsstände rund um die Themen Kinderkrebs, Sport und Bewegungstherapie sowie verschiedene Essens- und Getränkeangebote.
Durch das Bühnenprogramm führte Mirko Drotschmann, bekannt als MrWissen2go. Neben Redebeiträgen von Prof. Dr. Jörg Faber, ärztlicher und wissenschaftlicher Leiter des Kinderonkologischen Zentrums Mainz, sowie Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, sorgten Live-Musik, ein Flashmob und ein Survivor-Talk mit Sportler*innen, die selbst an Krebs erkrankt waren, für besondere Momente.
„Bewegung ist aus medizinischer Sicht keineswegs nur ein zusätzliches Angebot. Sie kann während und nach einer belastenden Krebstherapie dazu beitragen, den Körper zu stärken, das Wohlbefinden zu verbessern und wieder Vertrauen in die eigene Kraft zu gewinnen. Bewegung und Sport können Lebensfreude bedeuten und sind zugleich ein wichtiger Baustein eines ganzheitlichen Therapieansatzes“, betonte Prof. Dr. Jörg Faber. „Mit ‚Kickin’ Cancer‘ haben wir genau dafür einen Raum geschaffen: für Bewegung, Information, Spaß, Begegnung und positive gemeinsame Erfahrungen.“
Die Kinderkrebshilfe Mainz e.V. unterstützt seit vielen Jahren ein auf Alter und Therapiestadium abgestimmtes sporttherapeutisches Bewegungsangebot am Kinderonkologischen Zentrum der Universitätsmedizin Mainz. Mit „Kickin’ Cancer – every move counts“ wurde die Bedeutung dieses Ansatzes nun auch über die Klinik hinaus sichtbar gemacht.
Möglich wurde der Sporttag durch das Engagement von rund 100 Helfer*innen, Ehrenamtlichen und Unterstützer*innen, die das Programm mit großem Einsatz getragen haben. Die Resonanz fiel überaus positiv aus: Zahlreiche Familien berichteten im Nachgang, wie viel Freude der Tag ihren Kindern bereitet habe und wie dankbar sie für die gemeinsame Zeit, die Angebote und die besondere Atmosphäre gewesen seien.
Die Kinderkrebshilfe Mainz e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die 2009 von Kinderärzt*innen des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz gegründet wurde. Ziel der Kinderkrebshilfe Mainz e.V. ist es, krebskranken Kindern eine bestmögliche Behandlung zu garantieren, durch gezielte Forschungen ihre Heilungschancen zu verbessern – und damit den Krebs gemeinsam zu besiegen.


