Ziel erreicht: 5.000 Masken in nur zwei Wochen! #mainznaeht sagt #DANKE

In Mainz hält man zusammen. Und mit Nadel und Faden hält Mainz noch viel besser.

Deswegen haben wir die Aktion #mainznaeht ins Leben gerufen!

Nicht nur in Mainz, sondern auch in der gesamten Umgebung, sowie anderen Bundesländern haben uns fleißige Näher*innen Hilfe angeboten. Innerhalb von nur zwei Wochen haben wir so unsere Marke von + + + 5.000 Masken + + + geknackt! An dieser Stelle sagen wir Danke an alle Helfer*innen - wir sind wirklich überwältigt von der Resonanz.

Insgesamt kamen rund 7.000 Masken zusammen, die wir letztendlich nicht nur im Einzugsgebiet Mainz, sondern in Kooperation mit dem kinderonkologischen Zentrum des Universitätsklinikums des Saarlands in deutlich größerem Radius an betroffene Familien ausgeben konnten. Weitere Masken haben wir in Zusammenarbeit mit anderen sozialen Organisationen aus Mainz dort zum Einsatz gebracht, wo sie dringend gebraucht wurden!

Kein Nadelstich war also zu viel und #mainznaeht hat uns gezeigt, wie viele motivierte und engagierte Menschen es gibt. Das bestätigt uns in unserer Arbeit und lässt uns in dieser schwierigen Zeit optimistisch in die Zukunft blicken. Behalten Sie sich das solidarische Miteinander bei und bleiben Sie gesund. Wir können an dieser Stelle nur noch eines sagen

VON HERZEN VIELEN DANK!

Wie geht's jetzt weiter?

Das nächste Projekt steht bereits in den Startlöchern: Wir wollen eine Videosprechstunde für krebskranke Kinder und Jugendliche einrichten, die in Zeiten von Corona noch wichtiger ist als zuvor. Jeder Euro zählt. Alle Infos hierzu finden Sie unter diesem Link: https://www.betterplace.org/de/projects/79289

WAS IST #MAINZNAEHT?

Die Kinderkrebshilfe Mainz e.V. sucht fleißige Näher*innen, die dabei helfen, Behelfs-Mund-Nasen-Masken für krebskranke Kinder und Jugendliche sowie deren Geschwister, Eltern und Angehörige zu nähen. Wir benötigen weit über 5.000 Masken. Das soll aber kein Limit sein: Alle überschüssigen Masken verteilt die Kinderkrebshilfe Mainz an anderen notwendigen Stellen.

WER IST AUFGERUFEN, MITZUMACHEN?

Mitmachen können alle, die Lust und Zeit haben, Gutes zu tun. Egal, ob Einzelperson oder Familie. Egal, ob Jung oder Alt. Die Aktion eignet sich z.B. auch perfekt für Vereine und Verbände, die aktuell ihre sonstigen Aktivitäten aussetzen müssen oder für Firmen als Teambuilding-Maßnahme in Zeiten des Kontaktverbots. Auch via Skype / Zoom oder anderen digitalen Plattformen lässt sich wunderbar zusammen nähen!

WARUM IST DAS WICHTIG?

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus ist für an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche möglicherweise besonders gefährlich. Auf Grund ihrer Erkrankung ist ihr Immunsystem häufig geschwächt und kann daher eine Infektion unter Umständen weniger gut bekämpfen als Kinder mit einem gesunden Immunsystem. Wie schwer die COVID-19-Erkrankung bei diesen Kindern verlaufen kann, wurde bislang noch nicht erforscht. Offensichtlich ist aber, dass sie unbedingt vor dem Virus geschützt werden müssen. Ebenso wichtig ist es, Geschwisterkinder, Eltern und das engere Umfeld zu schützen, damit keine Infektionen von den Familienmitgliedern ausgehen.

WO KOMMEN DIE MASKEN ZUM EINSATZ?

Die kleinen Patient*innen in der Klinik sind selbstverständlich sehr gut durch die Universitätsmedizin Mainz versorgt. Jedoch gibt es über 500 Kinder und Jugendliche in der Region, die nicht akut stationär behandelt werden, sondern sich in ihrem häuslichen Umfeld befinden - gemeinsam mit Geschwisterkindern, Eltern oder manchmal auch anderen Familienangehörigen. Für all diese Personen gilt: Prävention ist alles.

BRINGEN SOLCHE MASKEN ÜBERHAUPT ETWAS?

Wir schließen uns der offiziellen Aussage des Robert Koch Instituts an, die lautet: "Um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit respiratorischen Erregern zu schützen, sind eine gute Händehygiene, Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen. Durch einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder bei der gegenwärtigen Knappheit eine textile Barriere im Sinne eines MNS (sogenannte community mask oder Behelfsmaske) können Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz)."

Folglich gilt:

Die Stoffmasken ersetzen nicht die  keine medizinischen Masken. Dennoch bieten sie einen gewissen Schutz durch die Reduzierung von Tröpfchen. In Anbetracht der aktuellen Knappheit an Masken, die für den medizinischen Einsatz (z.B. im Kontakt mit infizierten COVID-19-Patient*innen) dringend gebraucht werden, sind die selbstgenähten Masken für unsere Zielgruppe besser als kein Schutz. Übrigens: Je mehr Menschen eine solche Maske tragen - insbesondere in geschlossenen Räumen (z.B. Supermarkt) - desto weniger Viren können sich in der Luft verbreiten. Also nähen Sie doch direkt für sich und Ihre Liebsten eine Maske mit!

Tipp: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte klärt auf seiner Website ausfühlich über den Unterschied zwischen einer medizinischen Schutzmaske und einer Community-Maske auf: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

WIE NÄHE ICH EINE MASKE & WO FINDE ICH SCHNITTMUSTER?

Es gibt sehr viele Schnittmuster und Nähanleitungen im Internet. Wir empfehlen das folgende Vorgehen - freuen uns aber auch über andere Modelle, sollten Sie diese bereits erprobt haben!

Schritt 1: Nähanleitung kostenfrei herunterladen (danke an die Nähtalente für die Bereitstellung!)

Schritt 2: Schnittmuster auswählen - hier geht es zur Vorlage. Aktuell können wir noch alle Größen sehr gut gebrauchen. Wir aktualiseren unseren Bedarf täglich!

Schritt 3: Am Besten einfach der Nähanleitung folgen, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen! (Beispiel: Die Nähanleitung sieht eine Tasche für Filter vor, dies ist sehr wichtig für uns.)

 

 

Hinweis zum Ausdrucken des Schnittmusters

Das PDF-Schnittmuster sollten Sie auf einem DIN-A4-Papier ohne Skalierung ausdrucken. Auf dem Ausdruck befindet sich ein Testquadrat zum Nachmessen. Hieran kann überprüft werden, ob das Schnittmuster unter den richtigen Einstellungen gedruckt wurde.

WIE KOMME ICH AN DIE STOFFE?

Gerade in diesen Zeiten gilt: "Support your Locals" - also einfach mal schauen, wer in Ihrer Nähe Stoffe verkauft. Viele lokale Geschäfte bieten auch Onlineshops an.

  • Sie planen mehr als 500 Masken zu nähen? In diesem Fall können wir Ihnen eventuell Stoffe zur Verfügung stellen. Für nähere Informationen bitte Kontakt aufnehmen unter: info(at)kinderkrebshilfe-mainz.de oder 06131-32 700 30.

WELCHER STOFF EIGNET SICH?

  • Waschbarer Baumwollstoff, der auch Kochwäsche in der Waschmaschine aushält.
  • Oberstoff: vorgewaschener Baumwollstoff (geeignet für Kochwäsche)
  • Futter: vorgewaschener Baumwollstoff (geeignet für Kochwäsche) oder Molton (Leichte Qualität bis ca. 190 g/m² aus 100% Baumwolle)

Hinweis: Laut Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sollten die Masken idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen werden.

MUSS DER STOFF NEU SEIN?

Wir finden Recycling gut. In diesem höchst sensiblen Bereich ist Hygiene allerdings das A und O. Daher bitte nur neue Stoffe verwenden und diese - sofern möglich - vor dem Nähen waschen. Dies dient nicht nur der Hygiene, sondern auch dem Einlaufen beim weiteren Waschen.

WAS BENÖTIGE ICH NOCH?

  • Gummiband oder Gummilitze ca. 60 cm
  • Nähgarn, Stecknadeln, Schere und Nähmaschinennadeln.
  • Optional: Metallzunge eines Heftstreifens oder Kupferdraht zur Verstärkung und Anpassung der Passform (Nase)
  • Ein bisschen Nähtalent und Spaß daran, Gutes zu tun!

WIE KOMMEN DIE MASKEN ZU DEN BETROFFENEN?

Die Masken können Sie an unsere Geschäftsstelle schicken oder dort - kontaktlos - hinterlegen (bitte hygienisch verpacken, z.B. neuwertiger Karton / Tüte, gewaschener Stoffbeutel o.ä.). Sie helfen uns sehr, wenn Sie die Masken nach Größe gebündelt und mit einem Vermerk zur Größe verpacken.

Bei der Abgabe vor Ort: Bitte nicht im Steuerbüro klingeln, sondern entweder Masken in den Briefkasten werfen oder werktags zwischen 9 und 16h im Hausflur unten abstellen oder im 2. OG bei uns abgeben.

Anschrift: Kinderkrebshilfe Mainz e.V., Alte Gärtnerei 2, 55128 Mainz

Die Verteilung der Masken übernimmt unser Team

 

Unser Dank gilt der Bionatic GmbH & Co. KG für die zur Verfügungstellung von kostenfreiem Versandmaterial.

ICH KANN NICHT NÄHEN - MÖCHTE ABER TROTZDEM HELFEN

Idee 1:

Über Geldspenden, die wir für Stoffe und andere Näh-Materialien nutzen können, sind wir sehr dankbar!

  • Kinderkrebshilfe Mainz e.V.
  • Mainzer Volksbank
  • IBAN DE13 5519 0000 0200 2000 20
  • BIC MVBMDE55XXX

Oder über unser Onlineformular: https://www.kinderkrebshilfe-mainz.de/so-koennen-sie-helfen/spenden#spenden-formular

Gerne das Stichwort: "Mainz näht" in den Verwendungszweck schreiben. Wer eine Spendenquittung benötigt, bitte die postalische Anschrift im Verwendungszweck hinterlassen.

Idee 2:

Aus logistischen Gründen können wir gebrauchte Stoffe (alte Bettlaken, Stoffreste etc.) nicht als Spende annehmen. Sollten Sie jedoch größere Mengen an neuem Stoff zur Verfügung stellen können, wenden Sie sich sehr gerne an unsere Geschäftsstelle (info@kinderkrebshilfe-mainz.de oder 06131-32 700 30).

Unser herzlicher Dank gilt an dieser Stelle u.a. der Firma Hemmers Itex für eine Stoffspende in sehr großem Umfang!

Idee 3:

Teilen Sie unsere Aktion unter dem #mainznaeht in den sozialen Medien oder über Ihre Netzwerke und helfen Sie uns, Näher*innen zu finden!

Mehr Informationen & Anregungen

Bei weiteren Fragen zu "Mainz näht" freut sich unser Geschäftsstellen-Team auf Ihre Kontaktaufnahme. Dasselbe gilt für Anregungen, wie wir unser Projekt weiter verbessern können!

info(at)kinderkrebshilfe-mainz.de oder 06131-32 700 30.

PS: Folgen Sie unserer Aktion auch auf unseren sozialen Medien Facebook, Instagram oder Twitter. #mainznaeht