In Liebe begleiten – Interview mit Anna Cernko zum Thema Palliativversorgung

Heute gedenken wir am Worldwide Candle Lighting Day den Kindern, die leider zu früh gehen mussten. Kinder, die sterben, verdienen es, gesehen zu werden. Warum das so wichtig ist, erzählt uns Psychologin und Mutter Anna Cernko – sie hat ihren an Krebs erkrankten und verstorbenen Sohn Carl mit viel Liebe begleitet.

Website-Update: Rubrik „Krebs bei Kindern“

Wenn ein Kind die Diagnose Krebs erhält, verändert sich nicht nur das Leben des betroffenen Kindes, sondern das der ganzen Familie. Von heute auf morgen wird der Alltag plötzlich von der Krankheit, Therapieplänen und Klinikaufenthalten bestimmt. Oftmals sind die Familien im Zuge der Diagnose und in den ersten Tagen im Krankenhaus mit vielen Abläufen, Begriffen, Zahlen und Fakten konfrontiert, die sie zuvor noch nie erlebt oder gehört haben. Neben der Angst um das Kind und vor dem Weg, den die Familie nun beschreiten muss, kommt häufig eine Überforderung durch die unbekannte Krankheit und die vielen Informationen hinzu, die damit in Zusammenhang stehen.

Mit der überarbeiteten Rubrik „Krebs bei Kindern“ möchten wir vornehmlich Eltern, Angehörigen und Freunden von an Krebs erkrankten Kindern – ebenso wie allen Interessierten – einen fundierten Einstieg in das Thema bieten. Die Rubrik fasst die wichtigsten Informationen zusammen – kompakt und verständlich. Neben Fragen wie „Wie häufig kommt Krebs bei Kindern und Jugendlichen vor?“ werden auch die häufigsten Krebsarten bei Kindern und Jugendlichen sowie die Heilungschancen beschrieben.

Zudem finden Leser*innen Links zu Erfahrungsberichten von Betroffenen sowie Geschichten aus der Klinik, die einen Einblick geben, was auf die Familien zukommt. Des Weiteren beantwortet Prof. Dr. Jörg Faber, Leiter des Kinderonkologischen Zentrums der Universitätsmedizin Mainz und ehrenamtlicher Vorstand unseres Vereins, in einem Interview die häufigsten Fragen zum Thema Kinderkrebs.

Abgerundet wird die überarbeitete Seite durch Buchempfehlungen zum Thema Kinderkrebs, die man ab sofort auf unserer Bücherseite findet.

Werft doch mal einen Blick hinein: „KREBS BEI KINDERN“!

Wir hoffen, dass sich die Informationen als hilfreich erweisen und wir damit dazu beitragen können, aufzuklären und Bewusstsein für das Thema Kinderkrebs zu schaffen.

„Kinderrechte – Bausteine für Demokratie!“

Jedes Jahr am 20. September wird der von UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk initiierte Weltkindertag begangen. In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto „Kinderrechte – Bausteine für Demokratie“. Auch wir als Kinderkrebshilfe Mainz stehen für die Rechte von Kindern ein und erinnern daran, dass jedes Kind das Recht auf bestmögliche Gesundheitsversorgung, Fürsorge und Teilhabe hat.

Gerade für Kinder, die an Krebs erkranken, sind diese Rechte von entscheidender Bedeutung: Sie brauchen modernste Medizin, eine verlässliche Nachsorge, aber auch Zuwendung, Schutz und Möglichkeiten, ihre Stimme zu erheben.

Die Kinderkrebshilfe Mainz setzt sich dafür ein, dass diese Rechte Realität werden – im Klinikalltag, in der Forschung und in der Begleitung von Familien. Wir fördern innovative Therapien, stärken psychosoziale Angebote und machen sichtbar, was Kinder mit einer Krebserkrankung bewegt.

Unsere Botschaft: Kinder, die schwere Krankheiten durchleben, dürfen nicht vergessen werden. Ihre Erfahrungen, Wünsche und Stimmen sind wichtige „Bausteine“ für eine demokratische und soziale Gesellschaft, die niemanden zurücklässt.

September ist Childhood Cancer Awareness Month

Der September ist der internationale Bewusstseinsmonat für Kinderkrebs. Auf der ganzen Welt starten zahlreiche Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen Aktionen, um auf das Thema Krebs im Kindes- und Jugendalter aufmerksam zu machen. Go Gold – goldene Schleifen oder auch Armbänder, wie wir sie im Team der Kinderkrebshilfe Mainz tragen, sollen unsere Solidarität ausdrücken.

Denn jedes Jahr erkranken allein in Deutschland rund 2.200 Kinder und Jugendliche an Krebs.  Allein in unserer Region sind es 100-120 neue Fälle im Jahr. Und obwohl die Heilungschancen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen sind und heute bei rund 80% liegen, bedeutet das im Umkehrschluss, dass immer noch 2 von 10 Kindern ihre Krebsdiagnose nicht überleben. Noch immer gibt es Kinderkrebsarten, die als unheilbar gelten.

Zudem kämpfen viele Langzeitüberlebende im Erwachsenenalter mit Spätfolgen der Therapie (Chemo und Bestrahlung): Unfruchtbarkeit, Schäden an Organen wie Herz und Nieren und auch psychische Probleme wie Ängste und Depressionen können als Folge der Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter auftreten.

Es gibt noch so viel zu tun im Kampf gegen Kinderkrebs: Damit die Heilungschancen weiter steigen, muss weiter geforscht werden. Es müssen neue Therapiemöglichkeiten und Medikamente entwickelt werden, die speziell auf die Krebserkrankungen von Kindern und Jugendlichen abgestimmt sind. Und es muss daran gearbeitet werden, die Spätfolgen zu minimieren, damit die Lebensqualität von Kinderkrebs-Survivorn verbessert werden kann.

Im September machen wir auf all diese Fakten aufmerksam – helfen Sie mit. Tragen Sie Gold, starten Sie privat oder in Ihrem Unternehmen eine Aktion zugunsten krebskranker Kinder und Jugendlicher, teilen Sie Beiträge zum Thema in den Sozialen Medien. Denn nur gemeinsam sind wir stark im Kampf gegen Kinderkrebs!

Was die Diagnose Kinderkrebs für Geschwister bedeutet

Wenn der Bruder oder die Schwester die Diagnose Krebs erhält, ändert sich nicht nur für das betroffene Kind das Leben, sondern für die ganze Familie. Nichts ist, wie es vorher war. Anlässlich des heutigen Weltgeschwistertags möchten wir auf das Thema „Schattenkinder“ aufmerksam machen. Als „Schattenkinder“ bezeichnet man Geschwister von chronisch- bzw. schwerstkranken oder behinderten Kindern.  

Erkrankt ein Kind an Krebs, werden Geschwisterkinder zwangsläufig oftmals zu “Nebenakteuren” des Alltags. Auch sie sind mit der schrecklichen Diagnose ihres Bruders oder ihrer Schwester konfrontiert, machen sich Sorgen und haben Ängste. Doch die eigenen Bezugspersonen müssen das erkrankte Geschwisterkind in die Klinik begleiten und sind oftmals nicht zuhause. Kontakte müssen aufgrund des geschwächten Immunsystems der kleinen und größeren Patient*innen eingeschränkt werden, Ausflüge, Urlaube und sonstige Familienaktivitäten richten sich nach dem Gesundheitszustand des krebskranken Kindes und nach Therapieplänen und Terminen. Der Alltag ist ein komplett anderer als zuvor.  

Geschwisterkinder spüren die Veränderung, ganz unabhängig von ihrem Alter, sie sind mit Sorgen und Unsicherheiten konfrontiert, während ihre eigenen Bedürfnisse bei den Eltern oft weniger Beachtung finden können. Verständlicherweise liegen der Fokus und die Aufmerksamkeit auf dem kranken Kind – eine fordernde Situation für alle Beteiligten im Familienleben.   

Die Eltern sind dabei oftmals am Ende ihrer Ressourcen und Kräfte und haben Schuldgefühle, weil sie in dieser Ausnahmesituation nicht allen Familienmitgliedern gleichermaßen gerecht werden. Die ganze Situation führt häufig zu einem Gefühlschaos. Wie die Geschwister dabei reagieren und fühlen, ist von Fall zu Fall individuell: Angst, Einsamkeit, manchmal auch Eifersucht aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit, Wut oder Schuld können auftreten. Andere Kinder leiden eher still und unbemerkt mit, um den Eltern nicht zusätzliche Sorgen zu bereiten. Das Verhalten der Geschwister kann ausgehend von ihren Gefühlen und ihrem Umgang mit der Situation von Aggressionen bis hin zu einem Rückzug aus sozialen Beziehungen reichen.  

Aber auch positive Verhaltensweisen und Gefühle können aus der schweren Zeit der Erkrankung resultieren, wie etwa ein hohes Maß an Empathie, Verantwortungsbewusstsein und innerer Reife sowie das Gefühl, dass die Familie zusammenhält, egal was kommt. Eltern können Geschwisterkinder unterstützen, indem sie sie aktiv ins Geschehen einbinden, offen und altersgerecht über die Krankheit und Herausforderungen kommunizieren und ihnen Anerkennung für ihren Verzicht oder Beitrag zukommen lassen.  

Auch unserem Verein ist es wichtig, für das Thema „Schattenkinder“ zu sensibilisieren und Angebote zu schaffen, die sich an Geschwisterkinder oder die ganze Familie richten, um den Familienzusammenhalt zu stärken und den Geschwistern zu zeigen: Ihr werdet gesehen und seid nicht allein! Dies haben wir seit dem vergangenen Jahr mit dem Ausbau der psychosozialen Versorgung im Rahmen unseres Projekts „Schwierige Zeiten gemeinsam meistern“, welches von Herzenssache e.V., der Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank für drei Jahre im Aufbau unterstützt wird, stark vorangetrieben.  

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass es die Geschwister stärkt, wenn sie mit anderen Kindern und Jugendlichen Zeit verbringen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Dabei stehen sie und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt.  

Im Rahmen unseres Herzenssache-Projekts bieten wir zum einen Angebote an, die sich speziell an Geschwister richten, zum anderen aber auch Ausflüge gemeinsam mit der ganzen Familie – ob im Zoo, im Kino, beim Eislaufen, beim gemeinsamen Klettern oder wie zuletzt in der Wissens- und Erlebniswelt “Experiminta” in Frankfurt. Gemeinsame schöne Erlebnisse außerhalb des Klinikalltags, gemeinsam mit anderen Betroffenen, sollen den Austausch fördern, den Zusammenhalt stärken und vor allem zeigen: you’ll never walk alone.

Schockdiagnose Kinderkrebs: Und plötzlich steht das Leben Kopf

Weltkinderkrebstag 2025: Ein Tag, an dem wir besonders laut werden und zeigen, was es für Familien bedeutet, wenn das eigene Kind die Diagnose Krebs erhält und wie wir versuchen zu helfen – seid auch ihr dabei!

Zeit ist das wertvollste Geschenk

Wir wünschen euch allen einen schönen 3. Advent: Während das Weihnachtsfest näherrückt, sind einige sicherlich noch damit beschäftigt, die letzten Geschenke zu besorgen. Dabei hat uns die Geschichte von Carl, die wir am letzten Adventssonntag erzählt haben, eines nochmals ganz bewusst gemacht: dass Zeit das wertvollste aller Geschenke ist.

Wenn ein Kind die Diagnose Krebs erhält, wird das Leben betroffener Familien auf den Kopf gestellt und vieles rückt in den Hintergrund. Die Zeit, die diese Familien gemeinsam miteinander verbringen können – außerhalb der Klinik – ist dabei von unermesslichem Wert. Wir von der Kinderkrebshilfe Mainz konnten im letzten Jahr, mithilfe einer Erweiterung der psychosozialen Versorgung am Kinderonkologischen Zentrum der Universitätsmedizin Mainz einen Beitrag dazu leisten, dass die kleinen und größeren Patient*innen eine schöne Zeit außerhalb der Klinik verbringen können – und zwar gemeinsam mit Freunden und Geschwistern bzw. der gesamten Familie. Im Rahmen unseres Projekts „Schwierige Zeiten gemeinsam meistern“ haben wir die Familien zu vielen Ausflügen eingeladen, wie zur Cheerleading-Meisterschaft „SpringCheerMasters“ in Heidelberg, in den Opel-Zoo, auf den Finther Flugplatz, in das Staatstheater Mainz oder auch zum Therapiereiten. Dabei haben wir den Fokus darauf gelegt, Gruppenangebote zu schaffen, die Freunde und Familienmitglieder einbeziehen – weil es für die betroffenen Kinder und Jugendlichen wichtig ist, abseits vom Klinikalltag eine schöne Zeit mit den Menschen zu verbringen, die ihnen etwas bedeuten. Die ersten Projekte für 2025 stehen schon in den Startlöchern und wir freuen uns sehr darauf, dieses Angebot auszuweiten.

Zeit ist kostbar, jeder Moment, den wir mit unseren Liebsten verbringen können, ist wertvoll und das größte Geschenk – und sie ist nicht selbstverständlich. In diesem Sinne – genießt die gemeinsame Zeit, haltet an Weihnachten inne und vergegenwärtigt euch, wie glücklich ihr euch schätzen könnt, wenn ihr mit eurer Familie und anderen für euch wichtigen Menschen zusammen seid.

You’ll never walk alone: Gemeinsam gegen Kinderkrebs

Für die ganze Familie ist die Diagnose Kinderkrebs ein absoluter Schock und oftmals fühlen sich die Familien in dieser Situation überfordert, hilflos und manchmal auch allein. Für Außenstehende ist die Krankheit und Therapie sowie alles, was damit einhergeht, nicht oder kaum nachvollziehbar – das Leben der betroffenen Kinder und Familien ändert sich schlagartig. Am Kinderonkologischen Zentrum in Mainz werden Familien aufgefangen: Ärzt*innen, Pfleger*innen und das psychosoziale Team geben täglich ihr Bestes, um den kleinen und größeren Patient*innen und ihren Familien beizustehen.

Darüber hinaus helfen sich betroffene Familien aber auch gegenseitig – im direkten Austausch in den Kliniken. Oftmals teilen sie sich ein Krankenhauszimmer, kommen dort ins Gespräch. Gerade dieser Austausch tut oft gut, denn mit anderen Betroffenen über die Krankheit zu sprechen, zeigt, dass die Familien nicht allein sind. Von den Erfahrungen anderer zu hören, kann es leichter machen, sich an den neuen Alltag aus Therapieplänen und Klinikaufenthalten zu gewöhnen. Und auch außerhalb der Klinik findet Austausch statt: Zum Beispiel in Form von öffentlich zugänglichen (Social-Media-)Blogs. Es gehört viel Mut und Stärke dazu, den Weg der Erkrankung des eigenen Kindes zu dokumentieren und gleichzeitig können diese öffentlichen Erfahrungsberichte viel Gutes bewirken. Sie können den Betroffenen selbst bei der Verarbeitung des Schicksalsschlags helfen. Sie können aufklären und Aufmerksamkeit schaffen für das Thema Kinderkrebs. Und sie können anderen Betroffenen zeigen: Ihr seid nicht allein. Ihre Geschichten können Mut machen und Trost spenden.

So erzählt beispielsweise das Instagram-Profil @juli.wirbelkind die Geschichte des kleinen Julius, der 2021 ein Neuroblastom diagnostiziert bekam und in diesem Jahr ein Rezidiv erlitt. Seine Eltern geben Einblicke in den (Klinik)-Alltag, in die Krankheit, in Ängste und Herausforderungen. Ein Blick auf das Instagram-Profil @sonnen_schein_kind nimmt Betrachter*innen mit in das Leben von „Sonnenschein“, ein Mädchen, das 2021 mit 5 Jahren an Leukämie erkrankte. „Sonnenscheins“ Mama erzählt mit starken Worten rückblickend von der Erkrankung ihrer Tochter, erklärt Begrifflichkeiten, die oft nur Eltern von krebskranken Kindern und medizinischem Personal geläufig sind und nimmt Besucher*innen mit in die Gefühlwelt einer betroffenen Mama. Sie zeigt, wie sehr sich das Leben mit der Diagnose in ein „Davor“ und „Danach“ teilt. Und auch bei @cole.und.die.chemopolizei begleiten wir eine Familie im Kampf gegen Kinderkrebs. Der kleine Cole erkrankte 2023 an einem Hirntumor. Mit den Worten „Wir möchten, dass Kinderkrebs kein Tabuthema mehr ist und darüber berichten, wie es unser Leben verändert hat“ nimmt das Profil Besucher*innen mit auf Cole’s Reise im Kampf gegen Kinderkrebs. Aus Cole’s Perspektive werden Einblicke gegeben: Wie es zur Diagnose kam und welche Symptome auftraten und wie die Therapie bis dato verläuft.

Auch bei Facebook finden sich Profile, die Erfahrungsberichte liefern, wie etwa die Facebook-Seite „Bösewichte im Blut“, welche von der Blutkrebserkrankung des kleinen William, aber auch von seinem Verlust und der damit einhergehenden Trauer erzählt. Und nicht nur auf privaten Profilen finden Betroffene Informationen, Erfahrungsberichte und Trost – auch Facebook-Gruppen können für Eltern und Patient*innen eine Stütze sein. So können sie zum Beispiel in der Gruppe „Kinder und Jugendliche mit Leukämie (Austausch für Eltern und Patienten)“ Fragen stellen, von ihren Erfahrungen berichten und sich gegenseitig Mut machen.

Aufmerksamkeit und Bewusstsein zu schaffen im Kampf gegen Kinderkrebs ist wichtig! All die genannten Profile und Seiten (und viele weitere) tragen dazu bei, dass Kinderkrebs kein Tabuthema ist und sich Betroffene weniger allein fühlen. Sie sind unglaublich wertvoll. Wir ziehen unseren Hut vor der Ehrlichkeit und Stärke, die hinter den Profilen und Seiten steckt und vor den kleinen und größeren Patient*innen, die diesen schweren Weg gemeinsam mit ihren Familien beschreiten – voller Hoffnung und Liebe.

 

Foto: ESTHER KOCH PHOTOGRAPHIE

Weltkindertag: „Mit Kinderrechten in die Zukunft“

Heute ist Weltkindertag. Jedes Jahr am 20. September stehen weltweit an diesem Tag die Rechte von Kindern im Fokus und viele Organisationen sowie mehr als 400 Städte und Gemeinden in ganz Deutschland machen auf Kinderrechte aufmerksam und veranstalten anlässlich des Aktionstags verschiedene Familienfeste, zeigen Ausstellungen oder rufen zu Demonstrationen auf und diskutieren mit Politiker*innen über Kinderrechte und Kinderfreundlichkeit in ihren Gemeinden.

Dieses Jahr feiert der Weltkindertag sein 70-jähriges Bestehen unter dem Motto: „Mit Kinderrechten in die Zukunft“.  Das Motto wird gemeinsam vom Deutschen Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland festgelegt. Dabei machen die Organisationen darauf aufmerksam, dass die Politik die Rechte von Kindern noch mehr in den Mittelpunkt rücken muss als bisher geschehen, und dass vor allem Kinder und Jugendliche gestärkt werden müssen, die strukturell benachteiligt sind, Kinder in von Armut betroffenen Haushalten, geflüchtete Kinder und Kinder mit einer Behinderung.

Auch wir feiern diesen Tag und haben dabei vor allem die kleinen und größeren Patient*innen am Kinderonkologischen Zentrum in Mainz bzw. allgemein an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche im Blick: Wir setzen uns schon seit 15 Jahren für eine bestmögliche Versorgung von betroffenen Patient*innen ein – während der Krebstherapie und auch danach mit Sicht auf die Langzeitfolgen der Behandlung. Wir investieren dabei in zusätzliches medizinisches Personal, setzen auf eine ganzheitliche psychosoziale Versorgung und Finanzieren neue medizinische und wissenschaftliche Geräte.

Auch wenn die Heilungschancen für Krebs im Kindesalter mittlerweile bei rund 80% liegen, muss noch viel passieren. Denn noch immer gibt es Kinderkrebsarten, die als unheilbar gelten. Und viele Longterm-Survivor, also Menschen, die in ihrer Kindheit an Krebs erkrankt waren, kämpfen mit Spätfolgen der Therapie. Deshalb ist die Unterstützung der Krebsforschung eines der Hauptziele unseres Vereins.

Mehr Infos zum Weltkindertag gibt’s hier.

Kinder vor Sonne schützen – Hautkrebsrisiko reduzieren

Sommer, Sonne, Sonnenschein – so sehr wir die Sonne genießen: Für Kinder im Allgemeinen und gerade auch kleine Krebspatient*innen ist Sonneneinstrahlung nicht ungefährlich. Um langfristig das Hautkrebsrisiko zu reduzieren, ist es wichtig, die Kleinsten unter uns gut zu schützen. Wie? Das erfahrt ihr in unserem Artikel.