Sportprojekt bei Kindern mit Krebs

Im Rahmen dieses Projektes erfolgt ein auf das Alter und das Therapiestadium der Kinder und Jugendlichen abgestimmtes Sport- und Bewegungsangebot, um die Patienten nicht nur zu Bewegung zu motivieren, sondern auch von ihrer Erkrankung abzulenken. Während der Therapie kann der Körper bei den Sporteinheiten gestärkt und aus der Abgeschlagenheit geführt werden, die häufig mit einer Krebserkrankung einhergeht. Um die Kinder nach ihrer Therapie bei der Rückkehr in den Alltag zu unterstützen und Folgekrankheiten vorzubeugen, endet das Sportprogramm nicht mit der Entlassung aus dem Krankenhaus. Nach der Entlassung können die kleinen Patienten ihre Liebe zu einer Sportart mithilfe von Schnuppertrainings entdecken. Ob Rudern, Tennis, Eishockey oder Fechten: Jeder Sport soll den Kindern den Spaß an Bewegung vermitteln und sie zurück führen zur Normalität. Durchgeführt wird das Sportprogramm von einem interdisziplinären Team – bestehend aus Ärzten, Krankenschwestern und Sportwissenschaftlern– das durch die Kinderkrebshilfe unterstützt wird.

 

Die Fotos zeigen Freunde, Familien und Kinder, Trainer sowie Jugendliche aus den Sportvereinen.

 

 

 

 

„Muckis“ gegen Krebs

Kinder, die sich aufgrund ihrer Erkrankung einer onkologischen Therapie unterziehen müssen, sind in ihrem Bewegungsverhalten erheblich eingeschränkt. Um ihr Wohlbefinden während und nach der Therapie auf physischer und psychischer Ebene zu verbessern, ist es der Kinderkrebshilfe ein besonderes Anliegen, das kinderonkologische Zentrum der Universitätsmedizin Mainz bei Forschungsprojekten zum Thema „Sport und Krebs“ zu fördern. Neben  einigen mono- und multizentrischen Studien ist eines dieser Forschungsprojekte in Mainz die „MUCKI-Studie“. Das Projekt befasst sich in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln mit der Frage, ob ein speziell für erkrankte Kinder und Jugendliche entwickeltes Trainingsprogramm unter anderem positiv auf Muskelkraft, Herzlungenleistung, Immunfunktion und die Lebensqualität der Patienten wirken kann. Das Ziel der Studie: Einen Beitrag zu leisten in der Entwicklung von spezifischen Trainingsrichtlinien und langfristig möglichst allen Patienten in Deutschland Zugang zu Sportprogrammen zu ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, unterstützt die Kinderkrebshilfe neben der Anschaffung von altersgerechten Sport- und Diagnostikgeräten zwei Personalstellen: Die Doktorandinnen und Sportwissenschaftlerinnen Frau Sandra Stössel sowie seit Februar 2017 Frau Sylvia Wenzel.