Im Oktober 2013 startete an der Universitätsmedizin Mainz eine interdisziplinäre Forschungskooperative unter Beteiligung des kinderonkologischen Zentrums. Der Fokus liegt auf einem besseren Verständnis von Herz-Kreislauferkrankungen, die im Zusammenhang mit im Kindes- und Jugendalter erlittenen Krebserkrankungen stehen. Tatkräftig unterstützt wird das Projekt von der Kinderkrebshilfe mit Personalstellen und Sachmitteln.

Menschen, die im Kindesalter an Krebs erkranken, haben nicht selten ein Leben lang mit den Folgen ihrer Krankheit und deren Therapie zu kämpfen. „Nachdem internationale Studien zeigten, dass besonders für ehemalige Krebspatienten ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen besteht, wollten wir neue Erkenntnisse darüber gewinnen“, erzählt die Studienmanagerin der sogenannten CVSS-Studie, Dr. rer. Susan Eckerle. Mehr als 1.000 Teilnehmer wurden durch das Deutsche Kinderkrebsregister eingeladen, an der CVSS-Studie teilzunehmen. Selbstverständlich ist diese Herangehensweise nicht: „Die ausführlichen klinischen Untersuchungen zeichnen die CVSS-Studie aus. Schließlich untersuchen wir die Studienteilnehmer nicht nur, wir stellen auch Vergleiche mit Menschen her, die im Kindesalter nicht an Krebs erkrankt waren. Möglich sind diese Vergleiche durch die enge Zusammenarbeit mit der Gutenberg-Gesundheitsstudie, die in Mainz bereits mehr als 15.000 Menschen auf Herz-Kreislauferkrankungen untersucht hat“, erläutert der Arzt und wissenschaftliche Mitarbeiter am kinderonkologischen Zentrum, Dr. Arthur Wingerter. Welchen Zweck die Studie für die kleinen Patienten der Kinderkrebsstation erfüllt? „Mithilfe der CVSS-Studie möchten herausfinden, welche Kinder einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, später an einer Herz-Kreislauferkrankung zu leiden. Und mit diesen Kindern möchten wir natürlich präventiv arbeiten“, erklärt Dr. Wingerter. Um Kindern weit über die Zeit ihrer Krebserkrankung hinaus eine gesunde Zukunft zu ermöglichen, investiert die Kinderkrebshilfe nicht nur in Sachmittel, sondern auch in Personalstellen, die ihr Wissen und Können in die CVSS-Studie einbringen.